IX. Wie kann die intensivere
Zeitwahrnehmung gefestigt werden?
Schon an anderer Stelle habe ich Sie in diesem Sinne
um eine "aktive", kritische Lektüre gebeten.
Sie macht aus einer Lektüre einen Denkprozess. Dieser
Denkprozess ist wichtig: Formulieren Sie neue oder für
Sie bessere Thesen, als Sie hier in meinem Buch finden.
So kommen Sie zu der Meinung zum Thema Zeitwahrnehmung,
die Sie am meisten überzeugt.
Das gleiche gilt auch für die Empfehlungen. Auch
sie können abgewandelt und auf Sie persönlich
zugeschnitten werden. Deshalb sollten Sie sich in größeren,
aber regelmäßigen Zeitabständen mit dem
Thema beschäftigen.
Eine wiederholte Beschäftigung mit dem Thema "Zeitwahrnehmung"
scheint mir auch insofern angebracht, als sich in unserem
Leben zu viele Veränderungen zutragen, als dass die
Zeitwahrnehmung immer gleich bleiben könnte.
"Die Wiederholung ist die Mutter des Lernens",
pflegten bekanntlich schon die alten Römer zu sagen.
Der Satz gilt auch für die intensive Zeitwahrnehmung.
Da immer wieder verschiedene Anforderungen an uns gestellt
werden, verdrängt der Kopf sehr leicht Aufgaben,
die ihm vor längerer Zeit übertragen wurden.
Es sei denn, sie werden ihm in Erinnerung gerufen. Dazu
dient die Wiederholung.
Als Wiederholungsprogramm für die Empfehlung 3 bietet
sich das Zeitwahrnehmungstraining an einem Wochenende
an. Die anderen Empfehlungen "wiederholt" man
am besten, in dem man sich mit ihnen beschäftigt
und sie sich zueigen macht. Schlagen Sie daher nach Möglichkeit
das Buch von Zeit zu Zeit auf, blättern sie darin
herum, und machen Sie sich erneut Ihre eigenen Gedanken.
Kurz: Suchen Sie sich mithilfe dieses Buches einen eigenen
Weg zu intensiverer Zeitwahrnehmung und verfolgen Sie
ihn stetig weiter! Und vergessen Sie einfach nie: Lebenszeit
ist unsere kostbarste Ressource, unser kostbarstes Gut!