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  05.09.2010   
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III. Die Empfehlung 1: Bewusste Wahl unserer Tätigkeiten auch im Hinblick auf die Schnelligkeit des Zeit-Verfließens

Diese Empfehlung können Sie am besten umsetzen, wenn Sie als Vorarbeit das eben erläuterte Zeitwahrnehmungsnotizbuch führen. Denn nur aufgrund Ihrer persönlichen Erfahrung lässt sich mit Sicherheit sagen, welche Tätigkeiten bei Ihnen zu einer intensiven Zeitwahrnehmung führen.

Nehmen Sie in Wochenabständen Ihr Zeitwahrnehmungsnotizbuch zur Hand. Versuchen Sie durch Durchsicht Ihrer Antworten zu Frage 1 herauszufinden, welche Tätigkeit zu der intensivsten Zeitwahrnehmung geführt hat, welche zu der zweitintensivsten und so weiter.

Überlegen Sie sich bitte weiterhin, ob Sie in Zukunft die Tätigkeiten, die zu einer weniger intensiven Zeitwahrnehmung geführt haben, noch im bisherigen Umfang weiterbetreiben müssen oder wollen! Wie im 2. Kapitel erläutert, kann es dafür ja durchaus verständliche Gründe geben, wenn nicht sogar ein Zwang zu dieser Tätigkeit besteht. Uns geht es nur darum festzustellen, ob

- die Zwänge wirklich unvermeidbar und damit echte Zwänge sind,

- uns die Gründe für die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit den jeweiligen Verlust an Zeitwahrnehmung wert sind.

Natürlich spielt bei der Beantwortung der zweiten Frage eine Vielzahl von Elementen eine Rolle: Unsere ethischen Ziele, unser Bedarf an Geld, der Spaß, den wir an bestimmten Tätigkeiten haben etc. Und selbstverständlich möchte ich Ihnen nicht im geringsten die Antwort vorgeben. Umgekehrt antworten viele Menschen auf die Frage, ob ihnen eine bestimmte Tätigkeit den damit verbundenen Verlust an Zeitwahrnehmung wert ist: "Nein, eigentlich nicht, wenn ich ganz ehrlich bin. Allerdings habe ich mir diese Frage so auch noch nie gestellt."

Nach dieser Feststellung hat man die Möglichkeit, seinen Alltag dahingehend umzustellen, dass das Gewicht dieser Tätigkeiten abnimmt und umgekehrt andere, zeitwahrnehmungsintensive Tätigkeiten mehr Raum einnehmen. So erfährt man unmittelbar einen erheblichen Gewinn an erlebter Lebenszeit!

Auch Sie sollten daher vielleicht Ihre derzeitigen Hauptbetätigungen auf ihre Zeitwahrnehmungsintensität überprüfen.

 

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Aktualisiert am: 16.07.2008
 
         
 

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