II.
Wie überwache ich den Erfolg meiner Bemühungen?
Natürlich
wollen Sie bemerken, dass Ihre Zeitwahrnehmung intensiver
wird. Zugleich wollen Sie aber auch feststellen, wo noch
Probleme bestehen, wo es "hakt". Und schließlich
wissen Sie um die Schwierigkeit, neue Gewohnheiten in
den Alltag zu integrieren. Wie leicht vergisst man nicht,
was man sich neu vorgenommen hat.
Um diesen Anliegen zu begegnen, sollte man während
der Trainingsphase mindestens täglich, nach Möglichkeit
aber auch noch eine gewisse Zeit danach zumindest alle drei
Tage ein Zeitwahrnehmungsnotizbuch zu führen. Dieses
Zeitwahrnehmungsnotizbuch kann natürlich auch in ein
Tagebuch integriert werden.
In dem Zeitwahrnehmungsnotizbuch sollten Sie folgende Fragen
regelmäßig beantworten:
1. Wann verging (heute) die Zeit langsam, wann schnell?
Um welche Uhrzeit und bei welcher Tätigkeit?
2. Wie groß ist der Anteil des Tages, an dem die
Zeit schnell, mittel schnell, normal, etwas verlangsamt,
langsam verging?
3. Wie gut funktionierte die Technik zur Aktivierung des
Zeitbewusstseins (Empfehlung 3)?
4. Wann (bei welchen Aktivitäten) gelang mir die Anwendung
der Technik gut, wann weniger gut?
5. Habe ich bei der Wahl meiner Tätigkeiten die voraussichtliche
Auswirkung auf meine Zeitwahrnehmung berücksichtigt?
6. Bin ich mit der Zeitwahrnehmung an diesem Tag zufrieden?
Was sollte oder will ich noch ändern?
Natürlich ist mit dem Führen eines Zeitwahrnehmungsnotizbuchs
ein gewisser (Zeit-) Aufwand verbunden. Er lohnt sich aber.
Denn es führt Ihnen vor Augen, welche Erfolge Sie erzielt
haben und ermöglicht vor allem ein tieferes Eindringen
in Ihre ganz persönliche Zeitwahrnehmungsstruktur.
Sie werden so feststellen, welche Tätigkeiten Ihnen
einen erheblichen Zeitgewinn ermöglichen; sei es, weil
sie von sich aus eine intensive Zeitwahrnehmung ermöglichen,
sei es, weil sie die Anwendung der Empfehlung 3 begünstigen.
Weiterhin werden Sie langsam in Richtung einer Verfeinerung
der hier vorgestellten Methode (und der Empfehlung 3) vorstoßen,
die genau auf Ihre Persönlichkeitsstruktur und Lebensumstände
zugeschnitten ist. Diese Arbeit können natürlich
nur Sie selbst leisten.
Doch genug der Vorrede! Steigen wir in die Erläuterung
der Anwendung der vorgestellten Empfehlungen ein!