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  06.02.2012   
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Welt wird Welt hinter der Welt

Schon im Unterkapitel zur Energie kamen wir langsam in unsichere Gefilde: die weltanschaulichen Vorstellungen beginnen auseinander zu fallen. Erst recht schwierig wird es beim Thema Welt hinter der Welt. Die Vorstellungen schießen bunt ins Kraut. Wir werden nicht den Versuch machen, sie zu systematisch erfassen. Wer sich das Panoptikum ansehen will, gehe zu www.paranormal.de oder ähnlichen Websites.

Wir tun aber gut daran, dem Thema “Welt hinter der Welt” selbst dann mit einer gewissen Demut zu begegnen, wenn wir selbst damit nichts am Hut haben. Denn:

1. Es ist historisch und im weltweiten Vergleich nur eine Minderheit der Menschen, die ausschließlich an die Existenz der diesseitigen Welt glaubt.

2. Der Bereich der Wissenschaft wird ständig ausgedehnt; aber immer gibt es neue Grenzen, hinter die wir nicht schauen können.

3. Vieles hat man noch vor wenigen Jahrzehnten für Aberglauben gehalten, wie z.B. die Empfindlichkeit für (erd-) magnetische Strahlen, und hat mittlerweile doch eine wissenschaftliche Erklärung gefunden.

4. Vor allem: die Hohepriester der Wissenschaft, die Physiker, entwickeln ihrerseits seit einigen Jahrzehnten in Serie Modelle, die sich nur noch in ihrer Darbietungsform von dem genannten Panoptikum unterscheiden.

Ist ein Verständnis der Welt hinter der Welt Voraussetzung dafür, dass man in den anderen drei Bereichen Zugang zu der hinteren Ebene bekommt? Ich glaube nicht. Man muss sich also wirklich nicht dazu zwingen, ein solches Verständnis zu entwickeln. Eher habe ich den Eindruck, dass sich automatisch ein Verständnis der Welt hinter der Welt einstellt, wenn man in den anderen drei Bereichen Zugang zur hinteren Ebene, der Rückseite gewonnen hat. Und natürlich kann ein Verständnis der Welt hinter der Welt die Bereitschaft fördern, hinter die Grenzen des gewöhnlichen Ichs zu schauen und so einen existenziellen Schritt zu machen. Ich kenne aber allzu viele Menschen, bei denen ein solches Verständnis als Impuls nicht ausreichte. Sie entwickelten sich nicht in Richtung Ichlosigkeit und Mitgefühl, sondern begnügten sich mit der Vorstellung: es gibt eine Welt hinter der sichtbaren Welt. Ein Verständnis der “Welt hinter der Welt” ist daher keine Garantie für innere Befreiung.

 

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Aktualisiert am: 16.07.2008
 
         
 

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