Hallo Ed!
sehr gerne kannst Du meinen Text verwenden. Ein paar Rechtschreibfehler habe ich schon korrigiert.
Meine Worte sind schließlich kein Angriff, sondern meine ganz persönliche Meinung, die ich jederzeit vertrete.
Mir ist aufgefallen, dass viele problembehaftete Menschen Halt und Zuflucht im Buddhismus suchen ohne den
nötigen Ein- und Weitblick auf das große Ganze zu haben.
Bedauerlicher Weise wird Buddhismus aus meiner Sicht im Westen immer mehr zur Modeerscheinung, eine
Art "Wellness" für die Seele mit Kontaktgarantie zu Leuten, die zumindest schon mal ein Interesse teilen.
Ein Spannungsgefühl in der Partnerschaft zwischen Buddhist und Nichtbuddhist entsteht meines Erachtens dadurch, dass sich der (Laien-)Buddhist häufig nicht verstanden und richtig wahrgenommen fühlt. Ihm fehlen die tiefgründigen Gespräche über die Lehre Buddhas. Laien sehen Buddhismus häufig nicht als große und wertvolle Bereicherung für das eigene und das Leben ihrer Mitmenschen sondern machen die Lehre und das Ziel, Erleuchtung zu erlangen, zu Ihrem Lebensinhalt und Lebenszweck.
Mönch werden, um sein ganze Lebenszeit dem Buddhismus zu widmen möchten sie aber auch nicht...gerade im Westen ist man dann doch gerne auch als Buddhist sehr menschlich und der Verzicht auf Wohlstand und Genüsse
wäre zu groß.
Aus meiner Sicht bietet gerade eine Partnerschaft viele großartige Gelegenheiten die Weisheit Buddhas und seine Lehre einzubringen. Problem hierbei ist, dass viele Laienbuddhisten dieses Wissen nur im Kopf mit sich
herumtragen, aber nicht wirklich leben! Sie entschuldigen ihre Unachtsamkeit und Ihr Fehlverhalten gerne damit, dass sie "nur Laienbuddhisten" seien und schließlich nicht erleuchtet wären. Sie müssten noch viel lernen, aber
auf dem Weg dorthin steht ja der nicht-buddhistische Partner im Weg. Selbst wenn dieser den anderen unterstützt, dessen "Glaube" respektiert und in jeder Hinsicht tolerant ist, hat er nicht den Einblick in das Leben des anderen und wird sich nicht nur über buddhistische Themen unterhalten wollen.
Dafür gibt schließlich die Zentren, in denen sich die Buddhisten austauschen können. Dort gibt es jedoch nicht viele Pärchen, weil auch zwischen ihnen werden Beziehungen beendet... wer sieht schon gerne regelmäßig alle seine Ex-Partner in einem Raum, wenn man schon wieder mit jemand neues aus der Gruppe zusammen ist?
Naja... in diesem Sinne, viele Grüße
Stephanie |