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  06.02.2012   
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15. Fragen zur Entstehung dieses Textes, die Sie mir vielleicht gerne stellen würden

Sind Sie Buddhist? - Nein, wenn man die übliche Definition buddhistischer Gemeinschaften zugrunde legt (80). Aber vielleicht auch nur dann. Oder ist es nicht egal?

Wie lange haben Sie sich mit Buddhismus beschäftigt und buddhistische Gemeinschaften besucht, bevor Sie diesen Text schrieben? - Sieben Jahre.

Sie haben ja teilweise recht provokative Thesen (81). Sind Sie sicher, dass das auch stimmt, was Sie da schreiben? Ich bin ziemlich sicher, dass der Text nicht nur eine relativ griffige erste Annäherung ist, sondern "stimmt"; sonst würde ich ihn nicht veröffentlichen. Der Anspruch einer absoluten Wahrheit liegt mir freilich fern. Die von mir beschriebenen Elemente kommen mir wie ein Puzzle vor, was sich so und eben nicht anders zusammenfügen lässt.

Sind Sie sicher, dass es da nicht noch tiefere Ebenen gibt, die Sie nicht durchschauen? Ich gehe sogar davon aus! Es ist wahrscheinlich, dass das Puzzle eigentlich drei- oder mehrdimensional ist, während ich nur einen Querschnitt / eine Schicht zusammengefügt habe. Das zweidimensionale Puzzle wird aber durch die tiefer oder höher liegenden Schichten nicht falsch. Und ein zusammengesetztes Puzzle kann immer noch besser Orientierung vermitteln als einzelne, vielleicht nicht einmal zusammengehörende Puzzlesteine (82).

Warum publizieren Sie dann, obwohl Sie noch nicht alles durchschaut haben? Zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit Buddhismus hätte ich einen Überblick über diese Zusammenhänge sehr gut brauchen können. Vielleicht gibt es einen solchen Überblick irgendwo, aber offenbar stößt man nicht eben leicht darauf. Wenn nur ein Mensch durch den Text Klarheit für die Weichenstellung "Buddhismus oder nicht Buddhismus?" gefunden hat, hat sich die Arbeit schon gelohnt.

Von welchen Prinzipien haben Sie sich bei dem Text leiten lassen? Ich habe mir zunächst die Fragen gestellt, die ich mir stellen würde, wenn ich neu mit Buddhismus in Berührung käme. Sie geben zusammen mit der dem Buddhismus innewohnenden Struktur den Aufbau vor. Vor allem aber habe ich mich stets bemüht, verschiedene Perspektiven einzunehmen: die Perspektiven verschiedener Schulen, die Perspektive der Praktizierenden, vor allem aber auch die des den Buddhismus von außen beleuchtenden Beobachters.

Weiterhin habe ich versucht, in die Darstellung der Methoden nur Elemente aufzunehmen, die ich als gemeinsame Elemente mehrerer Autoren oder Lehrer herauskristallisieren und selbst innerlich nachvollziehen konnte. Elemente, die ich nur in einer Schule nachweisen konnte, habe ich ausgelassen bzw. als solche gekennzeichnet (83).

Auf den Fußnotenapparat habe ich verzichtet, da der Text eine praktische Hilfestellung sein soll, keine wissenschaftliche Abhandlung. Aus dem selben Grund nehme ich im Zweifel auch immer auf die selben Bücher Bezug: Wenn ein Leser tiefer einsteigen oder Belegstellen prüfen will, kommt er vorerst mit zehn statt fünfzig Büchern aus.

Teilweise klingt bei Ihnen sehr viel Distanz zum buddhistischen Lehrbetrieb durch. Warum? - Die ab und an etwas drastische Ausdrucksweise und Anflüge von Ironie mögen Sie vor dem Einschlafen bewahren; sie tun meinem Respekt vor dem Buddhismus und letztlich auch dem buddhistischen Lehrbetrieb keinen Abbruch. Ohne den Lehrbetrieb geht es nicht, denn Buddhismus ist primär eine mündliche Tradition; aus gutem Grund, denn ohne die Rückkopplung mit dem Lehrer stellen sich zu leicht schiefe Vorstellungen und Praktiken ein. Allerdings sollte man Probleme oder auch nur hinterfragungswürdige Phänomene in den buddhistischen Strukturen nicht unter den Tisch kehren, sondern benennen. Sonst führt man Menschen in die Irre und enttäuscht sie.

Bevorzugen Sie eine der buddhistischen Hauptrichtungen? - Nein. Im Gegensatz zu vielen Lehrern, die jede Strömung für gut, ganz zufällig ihre eigene für den ICE zur Befreiung halten, bevorzuge ich keine Schule. Aus pragmatischen Gründen, nämlich weil das Spektrum der dort verwendeten Techniken besonders breit ist, habe ich hauptsächlich den tibetischen Buddhismus studiert. Die dort betriebene Mythologisierung ist mir freilich innerlich eher fremd: Nur zu gerne werden m.E. die als Hilfsmittel gedachten Mythen absolut gesetzt, teilweise auch von sich sehr westlich gebenden Lehrern. Der auch zum Mahayana-Buddhismus zählende, abstraktere Zen/Chan-Buddhismus (84) steht mir daher näher. Der südasiatische Theravada-Buddhismus, der sich schwerpunktmäßig auf die Hinayana-Vermittlungsebene (85) konzentriert, sagt mir wegen der expliziten Bedeutung, die er der Konzentration auf das Hier und Jetzt (Achtsamkeit) beimisst, auch zu; schließlich bin ich über das Thema Zeitwahrnehmung auf den Buddhismus aufmerksam geworden. Auch teile ich die Einschätzung einiger Mahayana-Lehrer, dass manche andere Mahayana-Lehrer die Rolle der Hinayana-Praktiken und -lehren unterschätzen.

Durch die Darstellung in dem Text vermitteln Sie teilweise ja selbst buddhistische Inhalte. Sehen Sie sich als buddhistischen Lehrer? Mitnichten; dazu wäre ich nicht befähigt und im Sinne der buddhistischen Schulen auch nicht befugt. Eher sehe ich mich in Bezug auf den Buddhismus als "Warentester" und einer von vielen kleinen Brückenbauer (86); oder noch genauer: als Kartographen für schon bestehende, aber nicht immer wahrgenommene Brücken und die Landschaft unmittelbar dahinter.

Insoweit Sie selbst buddhistische Inhalte vermitteln, geben Sie teilweise Interpretationen, in denen der Buddhismus relativ leicht mit dem pragmatischen westlichen Weltbild vereinbar ist. Ist diese Darstellung nicht insofern verzerrend, als tatsächlich ein Gutteil des buddhistischen Lehrbetriebs wesentlich dogmatischer ausgerichtet ist? - Sicher zu einem gewissen Grad. Um ein weniger verzerrendes Bild zu zeichnen, müsste ich zusätzlich mehr auf die kulturellen Beimischungen des buddhistischen Lehrbetriebs und dessen Strukturen eingehen. Dies würde den Rahmen sprengen und schon existente Darstellungen duplizieren. Ich habe stattdessen erstens die Metastruktur des Buddhismus beleuchtet, zweitens an einzelnen Beispielen dargelegt, dass zwischen buddhistischer Essenz und (meist dogmatischem) kulturellem Beiwerk zu unterscheiden ist, und drittens das Phänomen der Wahrheits-/ Vermittlungsebenen beleuchtet. Mit diesen drei Elementen, so hoffe ich, kann jeder Leser die buddhistischen Vermittlungsformen, denen er begegnet, selbständig analysieren. Dass ich aus den Interpretationsspektren im Zweifel mit unserem westlichen, pragmatischen Weltverständnis gut vereinbare Interpretationen herausgegriffen habe, hat zwei Gründe: Einerseits erleichtert es den Einstieg; andererseits wird der Leser, solange buddhistische Vermittlung im Westen nicht stärker den hiesigen kulturellen Gegebenheiten angepasst wurde, früh genug mit anderen Interpretationen konfrontiert; während die Quellen für auf kulturelles Beiwerk verzichtende Interpretationen noch eher rar sind. (87)

Was war der Anlass für die Auseinandersetzung mit Buddhismus? - Ich schrieb an dem Buch ZeitLeben. Die darin vorgestellte Mentaltechnik wollte ich nicht ohne tieferes Verständnis anderer Mentaltechniken publizieren. Ich suchte mir den Buddhismus als Referenzquelle aus und erkannte überraschend einige inhaltliche Bezüge zwischen ZeitLeben und buddhistischen Lehren. So fing ich an, ein etwas tieferes Verständnis des Buddhismus zu entwickeln halb aus der Innen-, halb aus der Außenperspektive. Nach einigen Jahren meinte ich, dass es schade wäre, dieses zweispurige Verständnis nicht zu nutzen: Denn meistens dringen Interessierte nicht so weit vor, als dass sie die Innenperspektive entwickeln; oder sie tauchen so tief ein, dass sie die Außenperspektive verlieren. Nur wenige versuchen und schaffen es, die Balance zwischen beiden zu halten. Warum auch? Buddhismus zu praktizieren, ist ja so kuschelig, bereichernd und schön, sobald man die Rückenschmerzen beim Meditieren und andere evt. auftretende Anfangsschwierigkeiten überwunden hat!

In welchem Verhältnis stehen die Inhalte von ZeitLeben zum Buddhismus? - Man könnte versucht sein, wesentliche Inhalte von ZeitLeben als dem Buddhismus entliehen anzusehen (88). Indessen stimmt dies jedenfalls von der Entstehung her nicht: Die Hauptteile des Buches datieren aus einer Zeit, in der ich mich noch nicht mit Buddhismus beschäftigt hatte. Auf der Suche nach Belegstellen für ZeitLeben traf ich dann natürlich auch auf buddhistische Autoren (z.B. Tarthang Tulku), aber eben auch auf die vor-buddhistische indische Philosophie.

Auch von der inneren Ausrichtung her ist ZeitLeben nicht dem Buddhismus entliehen. Ziel des Buches ist nicht die Befreiung/Erleuchtung, sondern unspirituell eingestellten westlichen Menschen Hinweise zum Umgang mit dem zu geben, was ein Hauptfaktor und -gut ihrer Existenz ist: eben die subjektiv empfundene Zeit. Zuzugeben ist allerdings, dass es den buddhistischen Weg vorbereiten kann, sich mit ZeitLeben auseinander zu setzen (89); und dass es dabei subjektiv einen fließenden Übergang geben kann. Zeit intensiv wahrzunehmen kann sogar der Schlüssel für einige der in der buddhistischen Praxis angestrebten (meditativen) Idealzustände sein - Zeitwahrnehmung ist insofern ein Weg neben anderen.

Planen Sie weitere Texte dieser Art? - Nein. Ich habe meine Umwelt mit den drei Texten zur Ethik, zur Zeit und zum Buddhismus genug belästigt und auch nicht mehr zu sagen, als da drin steht.

Wirkt sich die Beschäftigung mit Zeitwahrnehmung und Buddhismus auf Ihr Leben aus? - Ja. Einerseits stellte sich im Laufe der Jahre ein Wahrnehmungsmodus ein, der sich zwischen den in den beiden Texten beschriebenen Zuständen bewegt. Andererseits konnte ich aufgrund der erlangten Einsichten gar nicht mehr anders, als von der inneren Aufmerksamkeit oder der zeitlichen Inanspruchnahme her besonders belastende berufliche Tätigkeiten zu meiden. Ansonsten lebe ich, wie ich sonst auch leben würde: beruflich und/oder ehrenamtlich engagiert, mit einer reizenden Familie sowie ein paar sehr guten Freunden und mit Musik.

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Erläuterungen




(80)
Als entscheidend wird üblicherweise angesehen, ob ein Mensch rituell Zuflucht (zu Buddha, seinen Lehren und der buddhistischen Gemeinschaft) genommen hat. Dieses Verständnis kann man freilich mit einem buddhistischen Witz im wahrsten Sinne des Wortes leer laufen lassen: "Ich weiß, dass Du leer bist!", sagte der eine Mönch. "Wer weiß?", antwortete der andere. Härter der historische Buddha: "Seid euch selber führendes Licht, seid euch selber Zuflucht, nehmt niemand sonst als Zuflucht!"

(81) Letztlich die provokativste These in diesem Text ist die, dass nicht die Vier edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad die buddhistische Essenz ausmachen, sondern die Vermittlung eines alternativen Weltempfindens und der methodische Aspekt des immer weiter fortzusetzenden Hinterfragens. Insbesondere den orthodoxen Theravada-Schulen anhängende Buddhisten werden hier widersprechen, während die Mahayana-Buddhisten mindestens darin zustimmen werden, dass die Vier edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad nur eine Basis sein können, nicht jedoch den Weg insgesamt wiedergeben. Meine These stützt sich auf eine Reihe von Unterweisungen, die Lektüre verschiedener Meditationshilfen, daneben jedoch mittlerweile auf einen Fundus wissenschaftlicher Belegstellen (s. u.a. den Fußnotenapparat der Nagarjuna-Übersetzung von Guy Bugault: Stances du milieu par excellence, Gallimard 2002, ISBN 2-07-076730-2). Die These habe ich durch den Vergleich (und die Induktion) der verschiedenen Vermittlungsebenen und vermittelten Inhalte gewonnen.

(82) Noch zu dem möglichen Vorwurf der Vereinfachung: Letztlich kann man jede Fixierung von buddhistischen Inhalten weiter hinterfragen, so selbstverständlich auch die meinige. Das liegt einfach an dem Charakter des Buddhismus als ständig fortgesetzte Dekonstruktion, als Methode des ständigen Hinterfragens. Das gilt streng genommen auch für Aussagen, die auf der Meta-Ebene angesiedelt sind, also z.B. die Aussage, dass Buddhismus eine ständig fortgesetzte Dekonstruktion beinhaltet und eine Methode des ständigen Hinterfragens darstellt. Schon der historische Buddha soll gesagt haben: "Alle (also auch die buddhistischen) Lehren sind leer." Dadurch entsteht das Grundproblem der Vermittlung von Buddhismus: Die Vermittlung muss auf einer (einfachen) Ebene ansetzen, auf welcher der Adressat noch folgen kann, um diese Ebene, sobald sich die Inhalte eingeprägt haben, zu hinterfragen und eine dahinter liegende Ebene zu betreten. Wegen der unterschiedlichen Vermittlungsebenen ist es auch so gut wie unmöglich, einen schlauen Buddhisten zu widerlegen. Ich habe es früher ein paar mal versucht und bin kläglich gescheitert, fast wie beim sprichwörtlichen Pudding-an-die-Wand-Nageln; jedesmal, wenn ein gewiefter buddhistischer Sparring-Partner eigentlich argumentativ keinen Ausweg mehr hat, betritt er eben eine andere Ebene - verflixt! Üblicherweise sprechen Buddhisten von zwei Wahrheiten oder Wahrheitsebenen, der relativen und der absoluten; was aber wiederum eine Vereinfachung ist.

(83) Als Hauptreferenz dienten mir Kagyu- und Nyingma-Lehren sowie - jeweils mit einer gewissen Abstufung - Zen, Theravada und an letzter Stelle andere tibetische Schulen (Gelugpa und Saskyapa / Sakyapa). Diese Lehren lassen mehr oder weniger viele Elemente der besonders reichhaltigen, breit gefächerten Kagyu- und Nyingma-Lehren weg, weichen sonst aber nur hinsichtlich der Terminologie oder Akzentsetzung nennenswert ab; so jedenfalls mein Eindruck. Über die Kagyu- und Nyingma-Lehren hinausgehende Elemente fand ich vereinzelt (z.B. die erwähnte Kóan-Tradition des Zen), aber insgesamt doch eher selten und nur auf der Ebene der Vermittlung, nicht der Dogmatik. Insofern genügt dieser Text zwar sicher nicht wissenschaftlichen Ansprüchen, ist jedoch m.E. hinreichend abgesichert.








(84)
Zum Zen-Buddhismus siehe z.B.: Za-Zen - die Praxis des Zen von Taisen Deshimaru Roshi; Kristkeitz Verlag, Berlin 1979; Zen/Chan ist übrigens nur ein Teil des ostasiatischen Spektrums des Buddhismus, vgl. Wer den Bogen beherrscht - Der Buddhismus von Karl-Heinz Golzio; dtv, München 1997, S. 59ff, 80ff.











(85)
Die im Hinayana zentralen Übungen zur Achtsamkeit haben den großen Vorteil, dass sie sich fast von Anfang an in den Alltag integrieren lassen. Vgl. z.B.: Kursbuch Vipassana von Hans Gruber, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. (verschiedene Auflagen)




(86)
Auf einen weit größeren Brückenbauer, nämlich Alan Watts, stieß ich bei der Endredaktion des Buches ZeitLeben. Interessanterweise  heißt eines seiner Bücher Leben ist jetzt - das Achtsamkeitsbuch (Herder, Freiburg i.Br., verschiedene Auflagen)







(87)
Es sei hier mit einem Zitat von Chandrakírti noch einmal vor der Annahme gewarnt, es gebe die eine, einzig wahre Interpretation der buddhistischen Lehre, der unbedingt zu folgen sei: "Jeder Zuhörer projiziert ... seine Antworten auf das Schweigen des Buddha und glaubt, sie aus seinem Mund zu hören." Und: Der Weise "akzeptiert keine Lehre und lehnt auch keine ab. ... Sein Denken gleicht dem Raum."




























































(88)
Man kann übrigens auch das Gegenteil vertreten, dass nämlich ZeitLeben im Widerspruch zum Buddhismus steht, insofern es nämlich in seinem Hauptteil von einem feststehenden, materiellen Zeitbegriff ausgeht. Buddhismus hält Zeit, wie so manch anderes, nur für eine Illusion, oder genauer gesagt, für leer, was nicht ganz das selbe ist, s.o..





(89)
Ist eine intensive Zeitwahrnehmung, wie sie in ZeitLeben empfohlen wird, auch für Menschen in einer buddhistischen Ausbildung sinnvoll? - Ich glaube nicht, dass man dieses Ziel in den ersten Jahren der Ausbildung mit verfolgen sollte; die buddhistische Ausbildung beinhaltet schon so viel, dass man jedenfalls anfangs nicht noch "draufsatteln" sollte. Man sollte es ggf. also auch hinnehmen, zu den Menschen zu gehören, bei denen Zeit während der Meditation nachgerade verfliegt. Zugleich habe ich deutliche Hinweise darauf, dass eine intensive Zeitwahrnehmung Teil oder zumindest Folge eines fortgeschrittenen buddhistischen Bewusstseins ist. Auch vermute ich: Auf der Basis geistiger Stabilität und Meditationserfahrung lässt sich eine absolute Gegenwartsorientierung - und parallel dazu: eine intensive Zeitwahrnehmung - relativ leicht in die meditativen Zustände integrieren. Kurz: Es besteht mindestens Kompatibilität, wenn nicht sogar teilweise Deckungsgleichheit zwischen einer intensiven Zeitwahrnehmung und den in der buddhistischen Ausbildung angestrebten meditativen Zuständen.


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Aktualisiert am: 16.07.2008
 
         
 

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